Narkoleptik

by Capri Di Rote Quintett

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about

Man stelle sich den totalen Jazz vor. Eine Musik, die keine Rücksicht nimmt, weder auf die Ausführenden noch auf die Hörer. Musiker wie Cecil Taylor oder Sunny Murray kommen dieser Idee ziemlich nahe und doch folgen selbst sie festen Ritualen oder einem inneren Regelwerk. Die Hamburger Band Capri Di Rote Quintett jedoch setzt auf ihrem zweiten Album Narkoleptik alle gängigen Regeln des Jazz außer Kraft. Eine griffige Bezeichnung für dieses Abenteuer zu finden, ist von vornherein aussichtslos. Angeführt von Pianist und Komponist Jörg Hochapfel stürzen Trompeter Gunnar Kockjoy, Posaunist Sebastian Hoffmann, Bassist Oliver Karstens und Drummer Dirk Achim Dhonau den Hörer in ein wildes, gefährliches Abenteuer.

Das Capri Di Rote Quintett setzt einen unüberhörbaren Kontrapunkt zum europäischen Jazz-Einerlei, das sich überall heraushält und niemals wehtun will. Hochapfels Kompositionen sind sperrig und aufs erste Ohr unübersichtlich, doch sie bieten Reibungsfläche, an der sich jeder Hörer mit seiner eigenen Befindlichkeit entzünden kann. Hier finden individuelle Erfahrungen, Erlebnisse und Emotionen eine unmittelbare Übersetzung in Klang. Kraftvoll und wuchtig ist diese Musik, aggressiv angestaut zuweilen, um sich dann in zahlreichen Brüchen wieder aufzulösen und in sehr feinfühlige und sehr poetische Momente zu münden.

Capri Di Rote kommen aus Hamburg. Das würde man auf Anhieb kaum vermuten, denn die Hamburger Szene steht eher für unaufdringlichen Groove- und Mainstreamjazz. Capri Di Rote sind davon das genaue Gegenteil: Ein Häufchen Überzeugungstäter, deren gemeinsames Spiel beim Hörer Schrammen und Beulen hinterlässt. Und Hochapfel fordert von seinen handverlesenen Mitstreitern das Äußerste. Er mag es, wenn Elemente auf hohem Niveau falsch gespielt klingen und somit Erwartungen gebrochen werden, kombiniert mit Leidenschaft Dinge, die in dieser Form falsch zusammengesetzt wirken und aus ihrer Asymmetrie heraus erst im großen Ganzen Sinn machen.
Irritierend und ambivalent! Und dabei unbeschreiblich schön. Das ist die Musik des Capri Di Rote Quintett. Es ist lange überfällig, dass Jazz mal wieder diese Position einnimmt.
(Wolf Kampmann)

... die vielleicht coolste Band Hamburgs ...
(Tobias Richtsteig, taz Hamburg)

DER Soundtrack für verstörend schönes Kopfkino!
(www.hififi.de)

Das ist souverän gespielt, überrascht immer wieder und vor allem: unterhält aufs Prächtigste.
(Westfälischer Anzeiger)

Das Debütalbum der jungen Formation um den Pianisten Jörg Hochapfel ist eine Wucht, abwechslungsreich und selbstbewußt, ironisch zeitverbunden und doch von mitreißender Kraft.
(Financial Times Deutschland)

Diese Musik macht keine Gefangenen, kommt aber bei aller Ausgetüfteltheit ganz selbstverständlich daher und wirkt in ihrer Ruppigkeit derartig erfrischend, dass man sich fragt, wann man zuletzt so etwas gehört hat.
(Jazzthing)

Die Musiker um den Pianisten und Komponisten Jörg Hochapfel verleihen dem Jazz das, was ihm über all die Jahre größtenteils verlustig gegangen ist, nämlich das Aufrührerische, das Wilde und Expressive.
(arte-tv.com)

credits

released November 1, 2010

Komposition: Jörg Hochapfel
Aufnahme & Mix: Klaus Gstettner
Mastering: Stef Flad
Bilder: Pencil Quincy
Layout: Itty Minchesta

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about

Capri Di Rote Quintett Berlin, Germany

Kompositionen, Klavier, Gitarre, Melodika: Jörg Hochapfel

Trompete: Gunnar Kockjoy

Posaune, Melodika: Sebastian Hoffmann

Kontrabass: Oliver Karstens

Schlagzeug, Perkussion, Klarinette: Dirk Achim Dhonau


Label: www.bluepearlsmusic.com
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